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07. September 2007

JuLis setzen sich für ÖPNV-Ausbau ein

Pressemitteilung der Jungen Liberalen Starnberg zum ÖPNV im Landkreis

Cédric Muth und Christian Schnorbusch, die Spitzenkandidaten der Jungen Liberalen für die FDP-Kreistagsliste, sprachen sich für einen Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Landkreis aus.

"Gerade jüngere Menschen, die noch keinen Führerschein haben oder sich kein Fahrzeug leisten können, und ältere Menschen, denen es an der nötigen Fitness und vielleicht auch an den finanziellen Mitteln fehlt, sind auf den ÖPNV angewiesen", so Schnorbusch. "Auch Familien profitieren von einem Ausbau des ÖPNV, wenn Kinder nicht mehr von den Eltern zur Schule, zum Sport, zu Freunden gebracht werden müssen".

Die Busse im Landkreis: Kryptische Fahrpläne, unregelmäßige Verbindungen

Muth kritisiert die bestehenden Verbindungen: "Die Fahrpläne der Busverbindungen sind zum Teil katastrophal. Zum Beispiel weist die Route 961 von Starnberg in Richtung Berg und Ammerland einen Hauptweg plus vier verschiedene Varianten auf. Die Fahrzeiten lassen keinerlei Anzeichen von Regelmäßigkeit erkennen. Stattdessen wird mit kryptischen Fußnoten gearbeitet. Dies mag vielleicht aus betriebsplanerischen Gründen optimal sein, vermindert aber die Attraktivität dieser Buslinie erheblich und schreckt die Fahrgäste ab."

Die Verantwortlichen fordert er auf, die Fahrpläne zu überdenken: "Die Fahrpläne sollten möglichst unkompliziert und leicht verständlich sein. Es muss eine gewisse Einheitlichkeit der Abfahrtszeiten herrschen, damit sich die Fahrgäste die Fahrzeiten leicht merken können und die Busse sollten regelmäßig fahren, damit die Fahrgäste zeitlich flexibler sind".

Integration von Gilching

Die Integration von Gilching in den landkreisweiten ÖPNV ist aus Sicht von Muth nicht ausreichend: "Die Linie 955 ist die einzige direkte Verbindung zur Kreisstadt. Der Bus der Linie 955 von Gilching nach Starnberg fährt drei Mal1 am Tag. Richtung Würmtal gibt es überhaupt keine Buslinie. Für die drittgrößte Gemeinde im Landkreis mit hoher Anzahl junger Menschen muss mehr getan werden."

Schnelle Busverbindung zwischen S-Bahn-Endstationen

Auch die Verbindung zwischen Wolfratshausen, Starnberg und Herrsching reicht aus Sicht der Jungen Liberalen nicht aus: "Auf eine Ring-S-Bahn, die sämtliche Endstationen miteinander verbindet, brauchen wir nicht zu warten. Wir befürworten die Einrichtung einer schnellen Busverbindung zwischen den S-Bahn-Endstationen Herrsching, Starnberg und Wolfratshausen", so Muth.

Mehr Nachtverbindungen für die S-Bahn

Schnorbusch setzt sich für mehr Nachtverbindungen ein: "Nachts sollten S-Bahnen stündlich, Busse mindestens einmal fahren. Diese Verbesserung würde auch dazu führen, dass gerade jüngere Menschen, die abends ausgehen wollen, die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen und somit nicht in die Situation kommen können, alkoholisiert Auto zu fahren. Bei den regionalen Bussen, aber auch bei der S-Bahn muß der Landkreis diesen Anspruch auf verbesserte Fahrpläne deutlich machen."

Spätere Schließung von Starnberg Nord

Ein Manko in Sachen Kundenfreundlichkeit der S-Bahn sei, so Schnorbusch, dass der Starnberger Bahnhof Nord wenige Minuten, bevor die letzte S-Bahn aus München eingefahren ist, zugesperrt wird. "Die Fahrgäste müssen einen mehrere hundert Meter langen Umweg zu Fuß über die Parkgaragen in Kauf nehmen. Dass die Bahn sich weigert2, den Bahnhof wenige Minuten später abzuschließen, ist nicht nachvollziehbar und eine Zumutung für die Fahrgäste".

Besserer ÖPNV wird mehr genutzt

Schnorbusch ist sich sicher, dass ein ausgebauter ÖPNV auf eine größere Akzeptanz der Bevölkerung stoßen würde: "Es verwundert nicht, dass derzeit viele Busse leer sind. Die Fahrgäste können Ihre Arbeitszeiten und Termine nicht auf die wenigen vorhandenen Verbindungen anpassen. Wenn der ÖPNV eine gute räumliche Abdeckung bietet, einprägsame Fahrpläne hat und zeitliche Flexibilität erlaubt, wird er hundertmal attraktiver und viel stärker genutzt".

V.i.S.d.P.: Christian Schnorbusch


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