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Junge Liberale laden zur Diskussion über Barrierefreiheit und Demographischen Wandel nach Tutzing ein
Die Jungen Liberalen Starnberg hatten den Bundestagsabgeordneten Sebastian Körber, die Bezirksrätin und Vorsitzende der FDP-Fraktion im Bezirkstag Oberbayern, Sigrid Friedl-Lausenmeyer, sowie den Tutzinger Bürgermeister Dr. Stephan Wanner zu einer Diskussion über die Themen Barrierefreiheit und die Anforderungen des demographischen Wandels im speziellen Falle Tutzings und allgemein in Deutschland eingeladen.
Zuerst war eine Ortsbesichtigung des Tutzinger Bahnhofes angesetzt, der noch erhebliche Mängel im Bereich der Barrierefreiheit aufweist. Hier gibt es allerdings bereits Pläne zur Verbesserung. Bei der anschließenden Diskussionsrunde waren die geplanten Umbauarbeiten und weitere Möglichkeiten des Barriereabbaus in Tutzing das Hauptthema. Dabei brachte Bürgermeister Wanner die Beteiligten auf den neuesten Stand und Sebastian Körber zeigte über sein Fachwissen als Architekt mögliche günstigere Alternativen eines Umbaus auf.
Bezirksrätin Friedl-Lausenmeyer wies auf die immer noch erheblichen Mängel der Umsetzung der vor zwei Jahren ratifizierten UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland und Bayern hin und betonte, dass gerade dieser Aspekt auch eng verzahnt mit der Problematik des demographischen Wandels verstanden werden müsse. „Die von der Bundesregierung 2009 ratifizierte UN-Konvention verlangt „Inklusion“ von Menschen mit Behinderung, das heißt die selbstbestimmte und größtmögliche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Dies ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die uns thematisch im nächsten Jahrzehnt begleiten wird und von der Politik klare Vorgaben fordert“, so Friedl-Lausenmeyer. Uneingeschränkte Mobilität sei ein erster, wesentlicher Schritt zu diesem Ziel.
„Es gehört zur liberalen Grundüberzeugung, dass jeder Mensch ein Recht auf größtmögliche Mobilität hat und alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden müssen, um diese gerade auch älteren und behinderten Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu ermöglichen,“ so Frederik Sonner, Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen. Allerdings sei es in diesem Zusammenhang die erste Aufgabe in der Gesellschaft, ein Bewusstsein für die Problematik zu schaffen, damit sich marktwirtschaftliche Lösungen finden ließen und der Staat die Last nicht alleine schultern müsse.