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Besichtigung der Firma BSL Bioservice in Planegg

Zusammen mit Dr. Wolfgang Heubisch, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, hatten die Jungen Liberalen Starnberg am 17. Januar die Möglichkeit, die Firma BSL Bioservices in Planegg zu besichtigen.

Im Rahmen eines Vortrages des Geschäftsführers Dr. Wolfram Riedel wurde uns ein tiefer Einblick  in das Unternehmen gegeben. Dabei wurde insbesondere auf die 3R (reduce, refine, replace) der Tierversuche eingegangen. Hierzu  erläuterte Wolfram Riedel: „ Für uns steht immer das Wohle des Tieres im Vordergrund. Dies lässt sich nicht zuletzt daran erkennen, dass wir eines der weltweit am besten ausgestatteten Tierversuchslabore haben, sondern auch daran, dass wir im Gespräch mit dem Kunden immer versuchen, Alternativen zu den sehr aufwendigen Tierversuchen zu finden.“ Dennoch zeigte der Vortrag auch die absolute Notwendigkeit von in-vivo als auch in-vitro Versuchen auf, um auch in Zukunft sichere und wirksame neue Medikamente für den Markt zulassen zu können. Wolfram Riedel ging in seinem Vortrag weiter auf die vielseitige Anwendbarkeit der Tests ein, denn diese werden nicht nur für Sicherheits- und Wirksamkeitsprüfungen in Rahmen von Zulassungsverfahren von Arzneimittel benötigt, sondern auch in nicht unerheblichen Maße für die Zulassung von Medizinprodukten, Industrie- und Agrochemikalien bis hin zu Kosmetika.

 

Staatsminister Heubisch sagte im Anschluss an den Vortrag: „Die derzeitige Forschungsfreiheit in Bayern darf nicht weiter eingeschränkt werden, um auch weiterhin ein attraktiver Standort für die gesamte Forschung zu bleiben." In einem virtuellen Laborrundgang konnten sich die Zuhörer des Vortrages schließlich noch persönlich ein Bild der Labore machen. Dazu sagte der Kreisvorsitzende der Julis Starnberg,  Frederik Sonner, „Es ist vorbildlich, wie die Firma BSL Bioservices die seit diesem Jahr überarbeitete und neu geltende Tierschutzrichtlinie bereits umgesetzt hat. Dies täuscht leider jedoch nicht darüber hinweg, dass es in anderen EU Staaten teils noch deutlichen Nachholbedarf gibt. Wir sollten jetzt und in Zukunft alle möglichen Wege gehen, um Tierversuche zu vermeiden und gleichzeitig die Forschungsfreiheit garantieren und teilweise ausbauen.“

In der an den Vortrag anschließenden Diskussion hatten die anwesenden Julis noch die Möglichkeit, offen gebliebene Fragen zu klären und ihr Wissen zu vertiefen.


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